Informationen zu:

1.Wahl Fliesen:

Bei Fliesen der 1.Wahl werden die Normen der CEN angewendet:
Massgenauigkeit                         ~ 1%

Rechtwinkligkeit                          ~ 0,6%

Geradlinigkeit der Kanten            ~ 0,5%

Defekte Fliesen (z.B. Bruch)         ~ 5%

Bei Fliesen handelt es sich um eine Chargenproduktion. Diese werden in Brandfarben und Kalibern klassifiziert. Bei Nachbestellungen kann es zu Abweichungen kommen, wenn die entsprechende Charge vergriffen ist. Es muss bei der Verlegung vom Fliesenleger darauf geachtet werden, dass aus mehreren Kartons gemischt verlegt wird!

Thema Sockel:

Formteile (Sockel, Stufen, Schenkel, Bordüren, etc.) passen in der Regel nicht im Kaliber und Brandfarbe zu den Grundfliesen. Diese Produkte werden auf unterschiedlichen Maschinen/Öfen produziert.

Optische Mängel:

Optische Mängel der Verlegung müssen stehend aus 150 cm Mindestabstand deutlich sichtbar sein!

Reklamation:

Reklamationen können nur vor (!)der Verlegung der Fliesen akzeptiert werden. Die Fliesen sind ein Halbfertigprodukt und werden erst durch die Verlegung eines Fliesenlegers zum fertigen Produkt. Der Fliesenleger hat die Pflicht vor der Verlegung die Fliesen unter Augenschein zu nehmen und eventuelle Mängel unverzüglich dem Händler zu melden bzw.sollte die mangelhaften Fliesen zur Ansicht dem Händler vorlegen.

 

Vorteile einer keramischen Fliese:

1.) Für Allergiker geeignet

2.) Keine Schadstoffe

3.) Schutz vor Schimmelpilzen

4.) Geruchsneuteral

5.) Wärmeleit- und Speicherfähigkeit (ideal für Fußbodenheizung)

6.) Lebenslange Haltbarkeit

7.) Pflegeleicht

8.) Resistent gegen Kratzer oder Flecken

Die Umweltbelastungen nehmen mehr und mehr zu. Die Folgen daraus sind stetige Zunahmen der Anzahl der  Allergien. Dabei spielt die Summe der auslösenden Mittel eine entscheidende Rolle!

 zu 1.) Keramik besitzt eine geschlossene,  bei hohen Temperaturen gebrannte Oberfläche. Allergene Stoffe wie Milben und Hausstaub können sich fast nicht darauf entwickeln und einnisten. Keramik  bietet keine Nahrungsgrundlage und auch keine lebensfreundliche Umgebung für Krankheitserreger. Keramikbeläge selbst lösen keine Allergien aus und sind deshalb besonders für Allergiker geeignet.

 zu 2.) Hydraulische Fliesenkleber und Fugenmörtel sind emmissionsneuteral und beeinflusssen die Raumluft nach der Verarbeitung nicht. Sie sind lösungsmittelfrei und setzen keine flüchtigen organischen Verbindungen (sogenannte VOC) frei, die Auslöser von Unwohlsein und Krankheiten sein können.Feinstaub und Schmutz sind von keramischen Belägen leicht zu entfernen.

 zu 3.) Der Keramikbelag lässt Schimmelpilzen wenig Chancen und eignet sich daher ideal für Feuchträume wie Küchen, Bäder und Toiletten. Achten sollte man auf eine gute Luftzirkulation, wobei das Abtrocknen des Belags und eine Stoßbelüftung vorbeugend wirken. Schimmelpilze in der Raumluft können die Gesundheit negativ beeinflussen.

 zu 4.) Keramik ist ein geruchsneutraler Belag, der Gerüche, Dampf oder Qualm weder aufnimmt noch speichert.

 zu 5.) Keramik besitzt eine hohe Speicher- und Wärmeleitfähigkeit und ist der ideale Belag für eine Fußbodenheizung. Durch die Strahlungswärme verringern sich die Heizkosten. Die gleichmäßige Wärmeverteilung führt zu geringer Luftzirkulation. Das bedeutet, weniger Hausstaub wird aufgewirbelt und die Luft weniger belastet.

 zu 6.) Die Haltbarkeit von keramischen Fliesenbelägen ist im Vergleich zu Substitutionsprodukten wie Laminat, Teppich, PVC, Kork usw. enorm hoch. Bei den Bodenfliesen kommt es hierbei vor allem auf den Abrieb an. Selbstverständlich wird die Haltbarkeit immer von der Art und Intensität der Nutzung beeinflusst hier ist auf entsprechende Auswahl von geeigenten Fliesen zu achten. 


Abriebbeständigkeit EN 154
Unter Abriebbeständigkeit versteht man die Fähigkeit der Glasuroberfläche, gegenüber der verschleissenden Wirkung beständig zu sein, die durch das Begehen oder Reiben mit mechanischer Körper (Wagen, etc.) verursacht wird. Diese verschleissende Wirkung ist eng mit dem mechanischen Verursacher (Gummisohle, Ledersohle, etc.), dem verursachenden Material (Wasser, Sand, Schlamm, etc.) und der Verkehrsintensität verbunden. Nach der Norm 154 (in die ISO 10545/7 integriert) werden die Fliesen je nach ihrer Bestimmung in fünf Klassen eingeteilt:
 
 
PEI I
Produkte, die für Räume mit geringer Gehbelastung und ohne abreibenden Schmutz bestimmt sind, wie Badezimmer, Schlafzimmer.
PEI IIProdukte, die für Räume mit mittlerer Gehbelastung und mittlerem geringerem abreibenden Schmutz bestimmt sind, wie Arbeitszimmer, Wohnzimmer.
PEI IIIProdukte, die für Räume mit mittelstarker Gehbelastung und mit mittlerem abreibenden Schmutz bestimmt sind, wie Eingänge, Küchen von Privathäusern.
PEI IVProdukte, die für Räume mit intensiver Gehbelastung bestimmt sind, wie Restaurants, Büros, Ladenlokale, öffentliche Büros (mit Ausnahme der Bodenbeläge unter Kassen und Verkaufstheken von Geschäften und engen Zwangsdurchgängen).
PEI VProdukte, die für Räume mit besonders intensiver Gehbelastung bestimmt sind.

zu 7.) Die Pflege von Feinsteinzeugfliesen:

- keine handelsüblichen Putzmittel verwenden (!!!), da die rückfettenden, wachshaltigen Bestandteile auf der Glasur der Feinsteinzeugfliese verbleiben. Sie können zu erhöhter Schmutzhaftung führen und die Rutschsicherheit beeinträchtigen. Achtung: Mehrere Wiederholungen mit handelsüblichen Reinigern können ebenso Fleckenbildungen erzeugen!

- speziell abgestimmte Pflegereiniger oder auch Fleckentferner für Ihre Feinsteinzeugfliesen      erhalten Sie nur im Fachhandel (Firma:Lithofin oder Firma Sopro)! 

- Unsere Empfehlung: wischen Sie mit sehr, sehr heißem Wasser und ganz wenig Putzmittel!

- Unsere Tip: einen Dampfbesen zum reinigen verwenden!!! Hygienischer und kostengünstiger können Sie Ihren Fliesenbelag nicht säubern.

Quelle:EUT/Lithofin/Sopro

 

Sie bevorzugen Naturstein?

Wir möchten Ihnen dieses Material sehr gerne verkaufen; wir möchten aber auch, dass Sie nicht entäuscht und unzufrieden werden. Daher bitten wir Sie, die folgenden Informationen sorgfältig zu lesen und zu beachten:

1.       Natursteine sind natürliche gewachsene Steine. Sie sind Gemenge aus Mineralien, deren Zusam-menhalt durch direkte Verwachsung oder durch eine Grundmasse, ein Bindemittel gewährleistet wird. Jeder Naturstein (d. h. jede Bodenplatte, jede Sockelleiste, jede Bordüre usw.) ist ein Unikat; jedes Stück Naturstein kommt nur ein einziges Mal auf der Erde vor. Dies macht unter anderem die Exklusivität der Natursteine aus. 

2.       Bei Natursteinen ist es üblich und normal, dass Farb- und Strukturunterschiede, offene Stellen, Adern usw. auftreten. Bei Steinen wie z. B. Rosa perlino, Biancone oder Rosso Verona/Asagio können in sehr seltenen Fällen auch Lehmeinschlüsse vorhanden sein, die bei sehr starker Durchfeuchtung zu Ausbrüchen führen können. Ebenso sind Verschiedenheiten in der Körnung, Schattierung und teilweise Flecken normal. Dies sind Naturspiele, die zu den Besonderheiten des Natursteins gehören; sie sind normal und somit kein Grund für Beanstandungen.

3.       Bei der Bemusterung eines Natursteins werden Sie in jedem Fall darüber informiert, dass das Muster lediglich allgemeine Farben und Gefüge des Steines zeigen kann. Eine Gewähr, dass das von Ihnen bestellte, bzw. von uns gelieferte Material mit den vorgelegten Mustern übereinstimmt, kann nicht übernommen werden.

4.       Vor der Verlegung Ihres neuen Natursteins ist zu beachten, dass die Platten in jedem Fall vorher aussortiert werden. D. h., es darf nicht in der Reihe nach aus einem Paket verlegt werden. Viel-mehr sind mehrere Pakete gleichzeitig zu öffnen, der Belag ist dann sortiert auszulegen und erst dann zu verlegen. Die oben erwähnten Besonderheiten des Natursteins erfordern vor der Verlegung eine genaue Überprüfung des Materials in Bezug auf Farb-, Struktur- und Stärkenunterschiede, um eine optimale Verlegung zu gewährleisten. Dieses vorherige Sortieren ist unbedingt notwendig, damit Enttäuschungen mit dem Naturstein vermieden werden.

5.       Sollten trotz Beachtung vorgenannter Hinweise, Materialfehler vorkommen, die nach dem Vorstehenden zu einer Reklamation berechtigen, müssen diese in jedem Falle vor dem Weiterverkauf, der Vermengung, der Verarbeitung oder dem Einbau angezeigt werden. Auch aus diesem Grunde ist ein Auslegen des Materials vor der Verlegung unbedingt erforderlich, denn bereits beim Auslegen können Farb-, Struktur- und Stärkenunterschiede festgestellt werden.